Reinke_Jahrespressekonferenz

CEO Reinke fordert: "Stärkeres Engagement der Fondsanbieter"

Vorstandsvorsitzender Hans Joachim Reinke fordert auf der diesjährigen Jahrespressekonferenz von Union Investment die Fondsanbieter in Deutschland auf, noch näher an die Kunden heranzurücken. Die Anbieter müssten den Anlegern Brücken für den schrittweisen Einstieg in eine ausgewogene Vermögensstruktur bauen. Gefragt seien Anlagelösungen mit einem breiten Angebot an verschiedenen Rendite- und Risiko-Optionen für unterschiedliche Kundenanforderungen.

Zwar habe Union Investment im vergangenen Jahr netto 23,2 Mrd. Euro einsammeln können und damit an ein ungewöhnlich starkes Vorjahr anknüpfen können, insgesamt sehe man aber noch Nachholbedarf, in der Branche Anleger im Niedrigzinsumfeld vom Fondssparen zu überzeugen.

Reinke appellierte an die Fondsgesellschaften als Treuhänder von rund 50 Millionen Sparern in Deutschland, mit einer unüberhörbaren Stimme für die Interessen ihrer Kunden einzutreten: „Diesem gesellschaftspolitischen Gewicht sollten wir alle Rechnung tragen, indem wir uns noch stärker in öffentliche Debatten einschalten und deutlich machen, dass die Verantwortung für den Wohlstand der Menschen in diesem Land auch in unseren Händen liegt.“

Treuhaender_Union_Investment

Die zuletzt teilweise populistisch geführte politische Debatte über die Riester-Rente habe der Vorsorge insgesamt geschadet, da sie die Menschen verunsicherte. Dabei waren es immer die gleichen Formeln, die bemüht wurden und alte Vorurteile bedienten: Riester hat sich nicht durchgesetzt, Riester ist nur für Reiche und lohnt sich nicht.

Zieht man jedoch nach 15 Jahren Bilanz, sieht das ganz anders aus.

15 Jahre Riester

Dies bestärke darin, dass das Vorsorgeproblem von morgen nur mit einem starken dreigliedrigen Modell aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge gelöst werden könne. Vor diesem Hintergrund begrüße man, dass der Gesetzgeber die Riester-Rente bereits an vielen Punkten vereinfacht habe und aktuell weitere Anpassungen plane. Auch würde inzwischen das Fortbestehen der Riester-Rente offensichtlich nicht mehr infrage gestellt, was zu begrüßen sei.

Für die Bundestagswahlprogramme hoffe man nun, dass dies auch aufgenommen würde und es nach der Wahl zu weiteren Fortschritten in der Entwicklung der Riester-Rente komme. Zudem äußerte sich der Bundesrat in einer seiner letzten Sitzungen bereits positiv zu diesem Thema und stellte fest, „im weiteren Gesetzgebungsverfahren zu prüfen, ob eine deutlichere Anhebung und eine Dynamisierung der Riester-Zulagen erfolgen kann". Dies seien wichtige Fortschritte im Bemühen, die private Vorsorge weiter zu stärken.

Hierzu können wir alle einen Beitrag leisten: die Politik mit der Weiterentwicklung des stabilen, dreigliedrigen Rentensystems, die Medien als Plattform einer ausgewogenen Diskussion und wir Anbieter mit funktionsfähigen Lösungen.

CEO, Hans Joachim Reinke

Die gesamten Unterlage zur Jahrespressekonferenz von Union Investment finden Sie unter nachfolgendem Link.
Unterlagen Jahrespressekonferenz 2016