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Eine mögliche Europäische Einlagensicherung geht zu Lasten deutscher Sparer

Ein gemeinsames europäisches Sicherungssystem(EDIS) setzt eine vergleichbare Risikosituation in den Mitgliedsstaaten der EU voraus. Andernfalls wird das Vertrauen der Sparer und damit die Stabilität des deutschen Finanzmarktes gefährdet. 

Das Vertrauen der Sparer ist die Basis für die Stabilität der Finanzmärkte und damit einer gesamten Volkswirtschaft. Dieses Vertrauen wird mit der von der EU-Kommission geplanten zentralisierten Einlagensicherung (EDIS) aufs Spiel gesetzt. Deutschland verfügt seit Jahrzehnten über hervorragende Einlagensicherungssysteme, auf die sich die Sparer verlassen können. Die Institutssicherungssysteme der Volksbanken Raiffeisenbanken und Sparkassen sind dabei wichtige Pfeiler unserer Stabilitätskultur in Deutschland, die es auch in Zukunft zu bewahren gilt.
Eine Haftung unserer Sicherungssysteme für Risiken anderer europäischer Banken mit völlig unterschiedlicher geschäftlicher Ausrichtung – wie es die Pläne der EU-Kommission derzeit vorsehen – ginge zu Lasten deutscher Sparer und wäre ein weiterer Schritt in eine Transferunion.

Eine Vergemeinschaftung der Institutssicherungssysteme von Volksbanken Raiffeisenbanken und Sparkassen darf es im Interesse der Sparer nicht geben, da:

  • viele Banken in Europa über gefährlich hohe Bestände an faulen Krediten verfügen
  • zahlreiche Banken übermäßig stark in Anleihen des eigenen Staates engagiert sind
  • das Insolvenzrecht in Europa völlig unterschiedlich ist und einer Harmonisierung bedarf
  • eine vergemeinschaftete Einlagensicherung die Gefahr bedeutet, dass Risiken in einem Mitgliedsstaat auf andere Mitgliedsstaaten überspringen
Weitere Informationen zur Einlagensicherung finden Sie unter:
Initiative der deutschen Wirtschaft für eine wirksame Einlagensicherung